Davide Morosinotto: Die Mississippi-Bande

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Als die vier Kinder Te Trois, Eddie, Julie und Tit im Mississippi eine Dose mit drei Dollar angeln, beschließen sie, einen Revolver mit Munition aus dem Versandhauskatalog „Walker und Dawn“ zu bestellen. Doch als ein paar Wochen später ein Paket für sie ankommt, ist darin gar kein Revolver, sondern eine kaputte Taschenuhr und ein Päckchen angebrochener Munition. Da das Versandhaus „Walker und Dawn“ damit wirbt, bei Nichtgefallen das Geld zurück zu zahlen und den Kindern die Taschenuhr, abgesehen von Tit, nicht gefällt, kommt ihnen Jack gerade recht. Der Angestellte von „Walker und Dawn“ möchte den Kindern die Uhr für 50 Doller abkaufen. Doch als sie sich am Abend mit ihm verabreden, stellen sie fest, dass Jack versucht hat, sie zu betrügen. Denn in der Jacke von Jack finden sie einen Brief, in dem steht, dass sie die Uhr persönlich bei“ Walker und Dawn“ abgeben sollen und dafür 4000 Dollar kriegen. Nun steht für sie fest, dass sie nach Chicago fahren.

„Die Mississippi-Bande“ ist ein abenteuerlicher und spannender Roman. Man weiß nicht genau, wer was vor hat und ob jemand böse ist oder nicht. Jede Figur hat ihre Besonderheiten und alle sind unterschiedlich, das gefällt mir. Vor allem, die Idee, dass Tit nie redet, fand ich sehr schön. Das Buch ist immer in Ich-Perspektive geschrieben, allerdings in vier Teilen jeweils aus der Sicht von einem der vier Kinder. So konnte man erfahren, wie sie übereinander denken.

© Lesefuchs

„Die Mississippi-Bande“ ist im Januar 2017 im Thienemann-Verlag erschienen.

Informationen zum Buch
Übersetzerin: Cornelia Panzacchi

Seitenzahl: 368 Seiten
ISBN: 978-3-522-18455-7
Altersempfehlung: ab 10 Jahre

Preis: € 14,99 [D]

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Caleb Krisp: Little Miss Ivy

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Die Baronin von Trinity liegt im Sterben, als sie die Zofe Ivy Pocket zu sich ruft und ihr den Auftrag erteilt, einen wertvollen und bei Gangstern sehr beliebten Uhrendiamanten nach London zu den Butterfields zu bringen. Der Diamant ist etwas ganz Besonderes, denn manchmal zeigt er einem Visionen, wenn man in ihn hinein sieht. Er zeigt was war, was ist und was sein wird. Zum Glück trifft sie auf dem Weg Miss Always, so dass sie nicht allein ist, denn sie ist erst 12 Jahre alt und ziemlich chaotisch.

Ivy Pocket ist ein sehr spezielles Mädchen, das es schafft, alle in den Wahnsinn zu treiben. Ich mag ihre Art, wie sie denkt, sie wäre perfekt und hätte gute Ideen, dabei macht sie nur Chaos.
Das Buch ist voller guter Einfälle und es macht Spaß es zu lesen. Caleb Krisp ist ein schöner Wechsel zwischen spannend und lustig gelungen. Ich würde das Buch ab zehn Jahren weiter empfehlen.

© Lesefuchs

„Little Miss Ivy“ ist im September 2015 im cbj-Verlag erschienen.

Informationen zum Buch
Originaltitel: Anyone but Ivy Pocket
Übersetzerin: Petra Koob-Pawis
Seitenzahl: 320 Seiten

ISBN: 978-3-570-17126-4
Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Preis: € 14,99 [D]

Alex Gino: George

georgeGeorge ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als George und Kelly zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen. (Klappentext)

Das Buch „George“ ist ein ganz besonderes Buch, weil George ein Transgender-Kind ist. Das heißt, sie wurde im falschen Körper geboren. George ist nämlich ein Mädchen. Am Anfang weiß aber nur sie das, doch mithilfe eines Theaterstücks zeigt sie ihrer Mutter, wer sie wirklich ist. Besonders hilft ihr dabei Kelly, Georges beste Freundin.

George ist ein schönes und bewegendes Buch. Ich finde es toll, wie Kelly George hilft und ihr Mut macht. Das Buch ist toll erzählt, man kann sich gut vorstellen, wie George sich fühlt. Außerdem hilft es sicherlich auch anderen Leuten, denen es genauso geht.

Die Szene, in der George als Charlotte auf der Bühne steht, finde ich sehr schön, weil die Zuschauer einerseits verwundert sind, dass ein Junge ein Mädchen spielt und andererseits erfreut sind, weil George die Rolle so gut verkörpert. Das letzte Kapitel hat mir ganz besonders gut gefallen, denn Kelly hat eine wunderbare Idee.

An dem Buch ist außerdem toll, dass es nicht in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, sondern in der weiblichen 3. Person Singular. Denn dadurch konnte ich mir noch besser vorstellen, wie es George geht und dass sie ein Mädchen ist. Ich empfehle „George“ auf jeden Fall weiter, weil ich es wichtig finde, dass man sich mit solchen Themen auseinandersetzt, besonders, wenn man ähnliche Situationen kennt. Außerdem lässt sich das Buch relativ schnell lesen.

© Lese-Eule

„George“ ist im August 2016 im Fischer Verlag erschienen.

Informationen zum Buch
Seitenzahl: 208 Seiten
ISBN: 978-3737340328
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Preis: € 14,99 [D]

 

Anne C. Voorhoeve: Wir 7 vom Reuterkiez

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„Wir sieben vom Reuterkiez“ ist aus der Sicht von dem Mädchen Pia geschrieben. Die Eltern von ihr und ihrem großen Bruder Jonas wollen sich trennen. Doch anstatt, dass die Kinder von einem Elternteil zum nächsten ziehen, ziehen beide Eltern um. Jetzt lebt eine Woche Mutter Juliane bei den beiden und eine Woche Papa Linus. Doch was die Eltern nicht wissen, ist, dass die Kinder mit ihren Freunden für Touristen die Tour „Neukölln für starke Nerven“ anbieten und damit dann auch großen Erfolg haben. Doch seit Linus eine neue Familie und Juliane einen Freund hat, geht vieles schief. Da hat die neue Hausbesitzerin mit ihren Bauarbeiten gerade noch gefehlt.

Ich finde, dass das Buch sehr schön geschrieben ist. Die Idee mit der Kinderwohnung ist irgendwie lustig, denn es gibt jeden Samstag ein Riesentheater, wenn die beiden Elternteile tauschen. Die Nachbarn von Pia halten erstaunlich gut zusammen. Im Austausch mit den Nachbarskindern kommen die Geschwister auch auf lustige Ideen, weshalb man trotz der nicht immer schönen Erlebnisse manchmal schmunzeln muss.

© Lesefuchs

„Wir 7 vom Reuterkiez“ ist im Oktober 2016 im Sauerländer Verlag erschienen.

Informationen zum Buch
Seitenzahl: 256 Seiten
ISBN: 978-3-7336-0254-3
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Preis: € 9,99 [D]